Metallica - Death Magnetic
28/03/09 20:26 Filed in: Metal

Cover: iTunes
Hossa, ein neues Metallica Album! So in etwa waren meine Gedanken, als im September 2008 Death Magnetic am Horizont auftauchte. Nach schliesslich mehr als 5 Jahren Pause nach dem eher schwachen „St. Anger“ von 2003, hatte ich persönlich jedenfalls nicht wirklich noch mit etwas hörbarem gerechnet. Schliesslich trug auch das Verhalten der Musiker was das radikale Vorgehen gegen so genannte Raubkopierer nicht gerade dazu bei, dass ich mit Vorfreude in „Death Magnetic“ rein schnupperte.
Nun denn, ich wurde jäh überrascht. Als erstes musste ich den Volumenregler kräftig zurückdrehen: Sie reizen die Obergrenze des Machbaren, was das transportierbare Volumen auf einer CD angeht, hemmungslos bis an die Grenze aus, so dass die Scheibe im Vergleich zum „Musikdurchschnitt“ erstmal an den Boxen kratzt. Trägt leider nicht wirklich zu gutem Sound bei. Was dann zu hören war, kam mir wie eine Zeitreise vor. Persönlich schwanke ich bei der Entscheidung „welches ist das beste Metallica Album“ immer zwischen Justice for All und dem „schwarzen“ Album. „Justice for all“ eher der knallharte, pure Metal auf dem Zenit zwischen 80er Metal und 90er Grunge, während „the black album“ in meinen Augen immer noch das beste Kommerzielle Metal Album der Geschichte war, wenngleich auch mit viel „leiseren“ Tönen an Bord.
Death Magnetic schafft es auf unglaubliche Weise, hier die Brücke zwischen beiden Alben zu schlagen. Es könnte in der Form ca. 1990 entstanden sein, eine gelungene Fusion von Brachial-Metal, und für’s Ohr poliertem Kommerz, ohne wirklich kommerziell zu klingen. Hiermit hat sich Metallica wieder nach den musikalisch schwachen letzten 17 Jahren (sind wir mal ehrlich) redefiniert, zurückversetzt in die Zeit, zu der Metallica einfach unschlagbar war.
Durch die Scheibe zieht sich kontinuierlich Energie, es gibt kaum Durchhänger, zwei Songs mit Top-10-Potential (habe die Hitlisten in der letzten Zeit nicht wirklich verfolgt...), welche „The day that never comes“ und „Unforgiven III“ heissen.
Fazit:
Nach über 70 Minuten atmet man durch, und sagt: Wow. They’re back. Es bleibt zu befürchten, dass dies das letzte grosse Metallica Album ist, allerdings wüsste ich auch nicht, wie Metallica nochmal einen drauf setzen könnte. Definitiv in der „Poky-Topliga“, Kaufempfehlung.
Metallica - Death Magnetic - 4.6
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