November 11 - November Eleven
01/03/09 16:05 Filed in: Rock

Cover: Jamendo.com
Hab mir mal vorgenommen in der nächsten Zeit mir mehr unbekannte Künstler „vorzuknöpfen“. Die Internetplatform „Jamendo“ bietet sich hierfür prima an, da hier „Lableless“ Bands ihre eigene Musik promoten können. Durch rein zufällige Auswahl bin ich auf November 11 gestossen, die nach eigenen Angaben in den Kathegorien „rock grunge alternative emogrunge melodic emo classicrock alternativerock screamo indie“ unterwegs sind.
Nundenn. Die Eingangsnummer „Illusion“ schraddelt etwas belanglos vor sich hin, sie versuchen hier bekannte Akkorde auszuwalzen. Aber was hier besonders nervt, ist der Gesang, der durch die ganze Nummer immer einen achtel-Ton daneben liegt. Hören die das nicht...???
Bei Nummer 2 „Queen of the day“ bringt der Sänger es dann doch ein wenig stimmiger von den Tonarten rüber. Der Titel ist baladenmässig ganz gut zuhörbar. Dennoch zieht sich die Nummer dahin... gerade als man skippen will, wirds geht’s dann doch noch mal zum Refrain. Der ist recht kurz, und ab da wiederholt sich alles - nein doch nicht, am schluss noch einen Tonartwechsel. Aha.
Titel Nr. 3 „Addicted“ geht dann doch mehr zur Sache. Na verstehn die Jungs doch den Rock? Lauter als beide vorher, kann man ganz gut dazu abrocken. Und die Töne werden auch grösstenteils getroffen. Hmpf, und gerade wenn man sich auf ein wenig „hotten“ eingestellt hat, kommt wieder so ruhiges, schiefgesungenes und mit verstimmten Gitarren gespieltes Clean-Zeug. Naja nur kurz. Ok. Dann wieder hotten.
„Mother told me lies“ ist dann wieder langsam. Gitarren verstimmt, Bass daneben, schlecht abgemischt. Hm. Der Song taugt so halbwegs, doch dann wird’s plötzlich Beatles verschnitt. Oh gott. Dann plötzlich punkig. Na wenigstens Abwechlung.
„Glimmer“ will wohl Schmusestimmung verbreiten. Der Bass hat mühe mit dem eigenen Rythmus, was bei nem Soloanfang recht... ähm... verbesserungswürdig ist. Sänger singt muhezinmässig. Ächz... wie lange noch? 6:29 ist das ganze... Durchhaltevermögen angesagt...es kommen noch schraddelgitarren, aber ich skippe nur noch...
„Leave me now“, ja das dachte ich auch schon bei den vorrigen Songs. Anfang erinnert ein wenig an „Why did you do it“. Die Bass-Saiten sind mal wieder nicht mit den Gitarren „in tune“, wenigstens ist der Gesang da der Kleber diesmal, der den Song zusammenhält. Gitarrensound in der Bridge ist der einzige, der mir bei allen Songs bislang zusagt. Der Refrain ist allerdings RICHTIG SCHLIMM. Vor allem der Gesang der 2. Stimme....und mein Gott, wer bringt dem Bassisten mal das Spielen bei?
Puh... nichts wie weiter zur letzen Nummer „How we stand“. Mit 3:43 wenigstens in halbwegs erträglicher Länge warten wir gespannt. Bongo Intro a-la „sympathy for the devil“. Geht’s dann ganz gut zur Sache. Leute, ich glaube dieser Song rettet euch den zweiten Poky. Aber auch nur, weil ich auf so schräge Harmonien stehe, wie’s z.B. in der Bridge der Fall ist.
Fazit:
Au weia. Der Sänger singt daneben, sowohl Gitarren wie auch Bass sind verstimmt, Bass hat Rythmusprobleme, zweite Gesangsstimme ist ne Kathastrophe. Mit den Vorraussetzungen ist’s hier schwierig, Pokies zu bekommen. Einzig der letzte Song, plus der Versuch hier nicht völlig langweilige Songs zusammenzustricken, und von den Abläufen her Abwechslung rein zu bringen, bringt dann noch den zweiten Poky. Feedback an die Band: ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN!!!
November 11 - November Eleven - 2.0

