Jonny Lang - Lie to me

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Cover: iTunes

Das Album ist schon ein wenig älter, aber als 1997 in der ARD Show „Geld oder Liebe“ da so ein kleiner Steppke auftauchte, traute ich erst meinen Ohren nicht, bzw. meinen Augen auch nicht, denn das aussehen von Jonny Lang passte so gar nicht zu dem, was da auf die Ohren kam.

Jonny war damals gerade mal 16 Jahre alt, und sein Gesang klang schon wie eine Mischung aus Joe Cocker und Eric Clapton. Auch auf der Gitarre brachte er erstaunliches, was mich veranlasste gleich am nächsten Tag in den Laden zu laufen und die CD zu besorgen. Da ich zu der Zeit eh auf einer „ich spiel alles von Eric Clapton nach“-Welle war passte das durchaus in die Zeit.

Das Album erfüllte die Erwartungen voll. Jonny spielt sich durch die Klassiker rauf und runter, und bringt es fertig, so wie die grossen an der Gitarre zu klingen. Hier ist es Clapton, da BB King, und man fühlt sich wie auf einem Sampler. Jonny’s Stimme gibt dem ganzen einen eigene Note, und man fragt sich immer wieder, ob seine Eltern ihm Whiskey ins Babyfläschchen getan haben.

Heute ist Jonny dann in einem - für Blues Gitarristen - angemessenen Alter, spielt immer noch Konzerte mit den grossen (leider nur so selten in Europa). Aber für mich bleibt „Lie to me“ immer noch die Platte mit dem meisten „Elfenstaub“. Auch wenn er heute sicherlich mehr eigenen Stil auf die Beine bringt, wie 1997. Denn zumindest an der Gitarre ahmt er seine grossen Vorbilder nach, ohne einen eigenen Stil zu entwickeln. Trotzdem bleibt das Album in meiner Blues-Sammlung unter den Top 5.

Jonny Lang - Lie to me - 4.0 logopokylogopokylogopokylogopoky

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