Three Days Grace - Three Days Grace

An dieser Stelle allen Lesern ein gutes Neues Jahr 2009 Happy
Everyone a happy new year, and there’s no crisis if you keep Rockin’!

3daysgone
Image courtesy of Amazon.de

Ich weiss schon gar nicht mehr wodurch ich genau auf die Band Three Days Grace aufmerksam wurde, aber es mag ein Stöberabend in iTunes gewesen sein, um mal wieder „was neues“ zu suchen. Möglicherweise ist es auch sogar ein Vorschlag der „Genius“ Funktion von iTunes gewesen. Jedenfalls fand ein erstes Anhören Gefallen, und 15 Schweizer Franken ihren Weg in die Taschen von Sony BMG und Apple.

Bei der Einteilung der Kategorie für dieses Album schwankte ich erst zwischen Rock und Metal, und so richtig kann ich hier irgendwie nicht trennen, da einige Songs mehr Mainstream Rock sind, während es aber auch einige gute Metal-Passagen gibt. Das hier rezensierte Album ist die „Deluxe Version“, welche 3 Songs mehr beinhaltet als die „Standardversion“.

01 Burn 4:27

Die Startnummer fängt mit statischem Gekratze an, was sie meiner Meinung nach auch hätten weglassen können. Dann gibt’s allerdings einen knackigen Beat auf die Ohren, welcher in einen Vers übergeht, der mich doch stark an Bands wie „Bush“ oder „The Verve Pipe“ erinnert. Vom Sound her sind sie definitiv in dieser Ecke zu Hause. Der Refrain ist recht eingängig.

02 Just Like You 3:07

Spätestens hier fiel mir dann nochmal auf, dass der Bass häufig verzerrt spielt, besonders in lauteren Teilen. Gefällt. Dennoch wird der Refrain von Just Like You schnell langweilig. Wer auf Mainstream Rock steht findet hier möglicherweise aber doch gefallen.

03 I hate everything about you 3:51

Der dritte Song fängt akustisch an, worauf Drumloops einsetzen. Nun gut, das macht heutzutage fast jede Chart-Band. Der Vers groved dann aber doch, und die Bridge leitet in einen sehr eingängigen Refrain, der auch bei „Bullet for a Valentine“ Anklang finden würde. Definitiv einer meiner Favorites auf dem Album.

04 Home 4:21

„Home“ versucht nahtlos an der Vorgängernummer anzuknüpfen, allerdings mit „Linkin Park“ ähnlichen Gitarrenklängen. Die Nummer ist dann doch ein wenig langsamer und leider auch langweiliger als „I hate everything about you“. Ein wenig mehr Abwechslung im Songwriting hätte hier gutgetan.

05 Scared 3:13

Scared ist dann zum Glück doch wieder eine Stufe anders. Ein Intro was vielleicht an „Munsters“ erinnert (schliesslich sollen wir ja auch „scared“ sein...) lässt den Song doch deutlich aus dem Mainstream ausschwenken. Im hinteren Drittel rundet eine leise Bridge das ganze gelungen ab.

06 Let you down 3:45

Hier könnte nun fast Fury in the Slaughterhouse am Werk gewesen sein. Das hört dann allerdings beim Übergang zum Refrain auf, und man haut mehr auf die Kacke. Der allgemein sehr baladesque Song geht dann doch eher Richtung Linkin’ Park, Refrain mit Mitgröhlpotential. Der Song war ein Grund dafür, warum ich erst „Metal“ gesagt hatte.

07 Now or never 3:01

Hm. Der Song weiss nicht so recht, was er sein soll. Halb Mainstream Rocker, halb Ballade, haut mich das nicht so richtig vom Hocker.

08 Born like this 3:32

Hier krachts nochmal ordentlich. Wieder erinnert mich das ganze an „Bush“. Eingängige Strophen, allerdings ein leicht angeschrägter Refrain, aber gut!

09 Drown 3:28

Very Metal an dieser Stelle mit dann doch wieder Mainstream Tönen im Refrain. Der Song hätte mehr Potential meiner Meinung nach.

10 Wake Up 3:24

Der Gitarrenriff von „Wake Up“ am Anfang gefällt mir extrem gut, unverzerrt, gutes Gezupfe was super ins Ohr geht. Refrain recht knallig, aber hier auch wieder Verbesserungspotential. Nach „I hate everything about you“ trotzdem meine Nummer 2.

11 Take me Under 4:19

Hallo? Schon wieder „The Verve Pipe“? Hm. Mir gefällt sowas ja, aber da wurde doch ziemlich viel abgeschaut. Trotzdem gefallen die Drums über die Gitarren in der Strophe. Refrain bringt wieder altbekanntes. Verleitet zum weiterskippen. Leider. Den Schluss finde ich wieder richtig gut, und den würde man verpassen Happy

12 Overrated 3:31

Gitarrengetüdel, zig mal nacheinander, dann endlich mal andere Gitarrensounds, wenn auch ein wenig abgespaced. Sehr langsame Nummer, mit trauriger Stimme. Da es aber dem Album endlich die ersehnte Abwechslung verschafft, hier Daumen hoch.

13 I hate everything about you (acoustic) 4:00

Scheint ein Radio-Session Mitschnitt zu sein, da es hier eine verbale Ankündigung des Songs gibt. (keine Ahnung, waren die mal bei MTV-unplugged?). Mir gefällt hier die „plugged“ Version deutlich besser, da durch die akustischen Instrumente das ganze doch sehr an Drive verliert. Geht aber trotzdem noch gut ins Ohr.

14. Are you ready 2:46

Die extra Nummer kommt einem leider sehr bekannt vor. War die nicht schonmal? Mal nachschauen... Nee. Soll wohl was neues sein. Überzeugt nicht.

15. Drown (accoustic) 4:05

Aus der selben Session wie die vorherige „accoustic“ Version, klingt’s hier dann doch sehr anders erst, diese Version grooved schon ein wenig durch die Gegend, reicht aber nicht als Argument zum Kauf der „Deluxe Album Version“.

Fazit:

Wer Mainstream Rock/Metal mag, ist hier sicherlich zu Hause. Anspieltips auf jeden Fall „Everything I hate about you“ und „Wake up“, der Rest bleibt meiner umassgeblichen Meinung nach leider um einiges hinter seinem Potential zurück. Deshalb nur eine Gesamtnote von 3.4, was knapp an den 4 Pokies Vorbei geht. Da hier das gesammte Album bewertet wird, ist allerdings nicht mehr drin.

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